Ein Text über eine Reise nach Estland und darüber, was Stille wirklich ist, wenn man ihr Raum gibt.
Ich bin nach Estland gereist. Nicht um wegzukommen. Um mich zu spiegeln.
Drei Tage. Wald. Kühlere Luft, die den Kopf klarer macht. Kein Ziel ausser: schauen, was kommt.
Ich habe mir viel Zeit mit wichtigen Menschen aus meinem Team genommen, die mir die wichtigen Fragen stellten. Und auch die unangenehmen. Und dann: mich der Stille hingegeben. Geschaut, was die Natur mit mir macht, wenn ich ihr nichts mehr entgegenhalte.
Es kam etwas. Nicht laut. Nicht sofort.
Ich habe gespürt, was in meinem Business noch stimmt und was ich im Wald lassen darf.
Etwas in mir gefunden, das grösser ist als das, was ich täglich tue. Etwas, das ich vor lauter Tun gar nicht mehr gesehen hatte.
Und ja, das machte mir noch Angst.
Aber das habe ich gelernt, im Spitzensport wie im Business: Wenn’s Angst macht, wenn ich keine Ahnung habe, wie das gehen soll, dann ist es meistens richtig.
Die grössten Dinge in meinem Leben sind nie im Tun passiert. Sie sind in der Ruhe passiert. In der Stille davor.
Was Stille eigentlich ist
Ich glaube, die meisten von uns kennen Stille gar nicht wirklich.
Wir kennen Ruhe. Einen freien Nachmittag. Einen Moment ohne Termine. Das ist nicht dasselbe.
Für viele Menschen, die viel bewegen wollen, viel unternehmen, viel leisten, ist Stille sogar schlecht besetzt. Stille als Stillstand. Stille als das, was passiert, wenn nichts mehr passiert. Als Zeichen, dass man aufgehört hat zu funktionieren.
Ich assoziiere mit Stille Klarheit, die aus meinem tiefsten Inneren kommt und habe sie auch diesmal in Estland gefunden.
Stille als Ort. Nicht als Abwesenheit von etwas, als Anwesenheit von etwas anderem, eigenen.
Ein Ort, an dem ich mich selbst reflektiere.
Ein Ort, an dem Wachstum passiert, das ich nicht erzwingen kann, nur zulassen.
Ein Ort, an dem meine Verbindung zu mir selbst so klar wird, wie sie im Alltag nie wird. Zu meiner Führung. Zu meinem Wirken. Privat wie im Business.
Und ein Ort, an dem ich mit mir selbst kommuniziere, auf einer Frequenz, die ich im Tun nie höre. Wo ich merke: Kommt das gerade aus meinem Kopf? Oder von woanders?
Das ist der Teil, den ich immer wieder unterschätze. Wie viel Raum in der Stille liegt, für die grossen Ideen, die grossen Fragen, das grosse Denken.
Nicht weil die Stille die Antwort gibt. Sondern weil sie der einzige Ort ist, an dem die Frage überhaupt laut genug wird, um sie zu hören.
Die Stille bringt dich zur Magie in dir:
Du bist nicht am Anfang. Du bist gut. Wirklich gut.
Das Business läuft. Die Zahlen stimmen. Andere würden tauschen. Und trotzdem … Du spürst, du willst von GUT zu GENIAL.
GUT kennst du schon. GUT hast du gebaut, mit Kopf, mit Willen, mit Tun.
Genial – magisch, baust du nicht.
Genial – magisch holst du dir zurück. Aus einem Teil von dir, der schon da war, bevor der erste Businessplan geschrieben wurde.
Gross und klein
Manchmal sind es drei Tage. Wald, Weite, nichts als Zeit.
Manchmal ist es eine Minute. Vor dem Start. Vor der Bühne. Vor dem Meeting, das alles verändern kann.
Ich durfte mich erinnern, wie ich dorthin komme. Im Grossen wie im Kleinen. Auf Kommando, nicht nur, wenn der Wald gerade da ist.
Es ist nicht Zeit, die es braucht. Es ist ein Zugang.
Was ich in Estland gefunden habe, trage ich seither anders in mir. Nicht als Erinnerung. Als Zugang.
Meine Einladung
Am 23. August öffne ich einen solchen Zugang. Live via Zoom für einen Abend.
Wir schauen an, was Stille eigentlich bedeutet. Nicht als Konzept. Als etwas, das du fühlst, während wir es tun.
Wir getrauen uns, ihr Raum zu geben. Vielleicht zum ersten Mal wirklich.
Und du wirst spüren: Was ist Stille für dich? War sie eine Ressource oder etwas, das du gemieden hast?
Ich kann dir nicht sagen, was du dort finden wirst. Das konnte mir Estland auch nicht vorhersagen. Ich kann dir nur sagen: Es lohnt sich, hinzugehen.
Denn in der Stille hörst du, was ein Teil von dir längst weiss.
Unleash the Power of Silence
23. August, 18:00 Uhr
Live-Zoom-Webinar, kostenfrei
✨ Für alle, die bereit sind, für einen Abend nicht zu tun. Sondern zu fühlen.
Kostenfreie Teilnahme.
- 23. August 2026
- 18:00 - 19:30 Uhr