Wenn das Einzigartige schon immer in deinen Zellen war

Im Juni habe ich bei der Bike Charity „Bike4Kids“ mitgemacht. Ein Event, bei dem Unternehmer:innen in Teams gegeneinander antreten und dabei Spenden sammeln, damit mehr Kinder sich bewegen. Diesmal: auf dem Bike.

Ich habe sofort zugesagt. Nicht, weil ich es „musste“. Sondern weil zwei Dinge in mir sofort klar waren:

  • Thomas Binggeli mit seinem Swiss Bike Park inspirieren mich immer wieder, grösser zu denken – als Unternehmer, als Mensch, der nicht stehen bleibt.
  • Ich liebe Biken und den Team-Spirit. Dieses Gefühl, zusammen unterwegs zu sein. Nicht gegeneinander, sondern für etwas Grösseres.

 

Wer ist eigentlich „mein“ Team?

Ich wurde dem Team von Martin Schenk der Zähringer Bank zugeteilt. Nein, ich werde nicht von ihnen gesponsert. Und ich kannte niemanden.

Und dann… diese eine Begegnung. Ich schüttle jedem die Hand, blicke kurz hoch und denke: Dieses Gesicht kennst ich doch.

Richtig.

Ivo Rüthemann.

Wir haben vor Jahren die Sitzbank bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Turin geteilt. Feuerzeremonie, Gänsehaut, dieser eine Augenblick, der sich einbrennt.

Jetzt, Jahre später, sitzen wir auf dem Bike. Ivo erzählt von seinem Job bei der Bank. Und davon, dass ein Teil seines Auftrages heute ist, Sportlerinnen in ihre zweite Karriere zu begleiten, sowie auch Thierry Bollin, ein Schwimm-Olympionike. Die Zähringer Bank schafft Möglichkeiten. Nicht nur für Zahlen, sondern für echte Lebenswege. Ich nenn das Spitzensportler-Recycling – von dem braucht es mehr.

Was Unternehmer in der Schweiz (noch) nicht verstanden haben

Menschen, die sich gewohnt sind, C-Ziele zu erreichen, nicht die kleinen, nicht mal die doppelten, sondern die, die verrückt klingen, werden dies auch in einem anderen Kontext verfolgen.

  • A-Ziel: Wiederholen, was du schon mal geschafft hast.
  • B-Ziel: Verdoppeln, was du kennst.
  • C-Ziel: Das Unlogische. Das Intuitive. Das, wo andere denken, du seist verrückt.


Diese C-Ziele, dieses Mindset, das ist oft schon in deinen Zellen. Bei Sportlern, Künstlern, Unternehmern. Aber: Die wenigsten wissen das über sich. Weil sie ihrer eigenen, unlogischen Leidenschaft gefolgt sind. Weil sie einfach tun. Nicht, weil sie sich für besonders halten.


Und genau hier ist das Dilemma:

  • Viele erkennen ihre Grösse nicht.

    Sie bleiben im “Imposter Syndrom” gefangen. Trauen sich nicht, sich auf grössere Aufgaben zu bewerben, weil sie ihr eigenes Einzigartiges gar nicht sehen. Sich des „C- Ziel Gens“ gar nicht bewusst sind.

  • Und die Wirtschaft?

    Verpasst es, dieses Potenzial zu nutzen. In der Schweiz herrscht noch zu oft „Gladiatorentum“; Sportler werden bejubelt, solange sie im Ring stehen. Danach? Wird oft der bestehende Wert in den seltensten Fällen erkannt.


Doch: Das Einzigartige bleibt.

Das, was dich besonders gemacht hat, bleibt in deinen Zellen. Auch wenn das Umfeld wechselt.

Facts und Zahlen kann man relativ schnell lernen. Intuition und der Mut zur Einzigartigkeit ist ein unbezahlbarer Mehrwert.

Das, was einmal entfacht ist, geht nicht mehr weg.


Was ich an diesem Tag begriffen habe

  • Das Unlogische möglich zu machen, das ist in manchen Menschen Natur.
  • Wer ein aussergewöhnliches Ziel erreicht hat, verliert diese Fähigkeit nicht. Sie wird höchstens zugeschüttet.
  • Es braucht Menschen und Unternehmen, die das erkennen und gezielt fördern.


Deshalb:
Du musst kein Olympiasieger sein, um das Einzigartige in dir zu tragen.

Du musst nur hinschauen.

Vielleicht ist es bei dir das Schreiben. Oder die Fähigkeit, Menschen zu berühren. Vielleicht ist es Empathie. Oder das, was du tust, wenn niemand zuschaut.


Die Kunst, deinen eigenen Staub wegzublasen

Meine Aufgabe?

Ich helfe Menschen dabei, dieses Einzigartige wieder freizulegen. Den Staub, die alten Geschichten, das Gerümpel drumherum wegzunehmen. Damit sichtbar wird, was schon immer in dir war.

Deine Genie-Zone. Die, für die du nichts lernen musstest. Die, die du einfach bist.

Denn genau das brauchen wir heute mehr denn je: Menschen, die sich an ihr Einzigartiges erinnern. Und es mutig leben.

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